
Ich bin alles andere als ein Hochleistungsradler. Am liebsten kurve ich im Schneckentempo durch die Gegend. Da werde ich zwar laufend überholt, aber dafür mit netten Begegnungen belohnt.
Gegen die Bewohner in der Rosiwalgasse 44 in Rothneusiedl (10. Bezirk) würde ich jedoch jedes Rennen gewinnen. Hier lebt Andreas Gugumuck mit seinen 18.000 Haustieren. Herr Gugumuck züchtet nämlich Weinbergschnecken. In einem extra angelegten Gemüsegarten. Read the rest of this entry »
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Tags: Andreas Gugumuck, Rothneusiedl, Schneckenzüchter, Weinbergschnecken

Ich radle durch die Hofburg auf den Michaelerplatz, und mir wird ganz gruselig: Hunderte Touristen, 20 Lipizzaner, ein japanisches Brautpaar, mehrere Taxifahrer und fünf Mozarts verstellen mir den Weg. (Die Mozart-Invasion kennen BEZIRKSJOURNAL-Leser schon.)
Wirklich gespenstisch wird es aber unmittelbar vor den römischen Ausgrabungen, denn dort beginnt Herr Alexander Ehrlich wie jeden Dienstag um 16.30 Uhr gerade mit seiner Führung durch das „gruselige Wien“. Read the rest of this entry »
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Tags: Alexander Ehrlich, Dracula, Gespenster. Vampire, Hofburg, Stadtführungen, Stadtspaziergänge

Angespornt durch die vielen positiven Reaktionen auf meine Wiener Reisegeschichten radle ich durch die Buchengasse in Favoriten. Aus den Fenstern eines alten Hauses grinsen mir freundlich Papiermaschée-Puppen entgegen, von drinnen dringt Jodeln heraus. Beides ist das Werk von Frau Professor Berta Klement. Read the rest of this entry »
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Tags: Berta Klement, Jodelkurse, Jodeln, Kunsttherapie

Touristen schieben sich durch die Innenstadt. Bauarbeiter schieben Absperrungen durch die Kärntner Straße. Und ich muss mein Fahrrad schieben. Mozarts kugeln an allen Ecken und Enden herum. Mozarts? Ja, Sie haben richtig gelesen. An einem Sommertag sind mir 71 Mozarts begegnet. Eine kleine (Werbe-)Schlachtmusik in Schmäh-Dur: Read the rest of this entry »
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Tags: Mozart, Wiener Innenstadt

Es ist heiß in der Stadt. Zu heiß. Ich lasse mein Rad stehen und die Hüllen fallen. Ort der Enthüllung: der „Naturistenpark Lobau“ in der Brockhausengasse 72 im 22. Bezirk. In der ehemaligen Gärtnerei kann man auf neun Hektar nicht nur die Seele textilfrei baumeln lassen. Read the rest of this entry »
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Tags: Naturistenpark Lobau

Ich radle gemütlich an der Alten Donau entlang, als mich ein Herr von oben herab überholt. Es ist der Hochradler Hans Erich Dechant – ein Fall für den Herrn Bezirksrad.
„’Tschuldigen Sie, können wir kurz plaudern – oder fallen Sie dann um?“ frage ich mit Blick nach oben. „So eine Frage stellt man einem Hochradfahrer nicht“, brummt Herr Dechant und klettert von seinem 1,60 Meter hohen Sitz herunter. „Noch eine Frage bekomme ich oft zu hören: ,Wie ist die Luft da oben?’“
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Es soll Radfahrer geben, die sich nach dem Sport mit isotonischen Getränken und Müsliriegel stärken. Zu dieser Sorte gehöre ich nicht. Ich bremse mich beim Würstelstand „Leo“ am Währinger Gürtel ein, wo gerade die „Aktionsgemeinschaft Burenwurst“ speist… äh…. tagt. Read the rest of this entry »
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Tags: burenwurst, Haße, Maximilian Tuschel, Peter Lanka
Ein Regenguss beendet jäh meine Radtour entlang des Donaukanals. Ich flüchte ins Trockene – in die gläserne „Adria-Wien“-Bar. Dort sortiert gerade der Kärntner Manfred Oschounig unverdrossen seine hundert Fische: Karpfen, Forellen, Rotbarsche und Sardinen. Alle aus Plastik. „Aus echtem Plastik“, wie Manfred betont. Read the rest of this entry »
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Tags: Adriawien, Donaukanal, Fischen, Manfred Oschounig, Plastikfische, Preisfischen
Es ist heiß in der Stadt. Ich lasse das Rad stehen und steige auf der Alten Donau ins Boot. Nicht in irgendein Boot, sondern in die Gondel „San Marco“. Die hat der erste Gondoliere von Wien, Dominik Loss, auf Hochglanz poliert.
„Gondel fahren ist die Königsdisziplin des Ruderns“, sagt der Austro-Gondoliere im gestreiften Ruderleiberl, mit Strohhut auf dem Kopf. Während er gegen Wind und Wellen ankämpft, erzählt er mir, wie er zur Gondel kam. Read the rest of this entry »
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Tags: Alte Donau, Dominik Loss, Gondoliere, Venezianisch Rudern, Voga Veneta, Wien

Die „Bergwertung“ auf dem Wilhelminenberg fällt aus. Gerade als ich auf der Galitzinstraße in Ottakring einen niedrigeren Gang einlegen will, höre ich aus einer Jugendstil-Villa fröhlichen Gesang.
Du liabes altes Haus, schaust mi so freundlich an und sagst: Geh komm zu mir, schaff dir a Glaserl an. Bist amal bei mir drin, kommst sicher alle Tag, weil i a Wirtshaus bin vom alten Schlag…“
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Tags: Adele Stinauer, Herbert Zotti, Susanne Schedtler, Volksliedwerk, Wienerlieder